Mörderregime Iran
Makwan Moloudzadeh doch hingerichtet.
Nach Angaben des „Internationalen Komitees gegen Todesstrafe” wurde gestern Nacht der 21-jährige iranische Kurde Makwan Moloudzadeh in der iranischen Stadt Kermanshah hingerichtet. Sein „Vergehen”: Er soll vor 8 Jahren - als 13-Jähriger! - eine sexuelle Beziehung zu einem damals ebenfalls 13-jährigen Jungen gehabt haben.
Die lokalen Autoritäten in Kermanshah wollten ein Exempel statuieren. Die Jugend sei zu frech geworden, ließ einer der Offiziellen verlauten.
Dazu die Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 7.12.2007:
Anlässlich der Hinrichtung von Makwan Moloudzadeh im Iran erklärt Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher:
Wir verurteilen die Hinrichtung von Makwan Moloudzadeh auf das Schärfste.
Die vermeintlichen Opfer haben ihre Anschuldigungen gegen Makwan Moloudzadeh nicht nur vor seiner Hinrichtung zurück gezogen; er war auch zum Tatzeitpunkt minderjährig. Damit hat der Iran u.a. gegen die Kinderrechtskonvention und den Zivilpakt der Vereinten Nationen verstoßen, obwohl das Land beide Verträge gezeichnet hat. Darüber hinaus verstößt der Prozess und die Strafe auch gegen iranisches Strafrecht.
Wir hatten uns im Vorfeld für einen fairen Prozess für Makwan Moloudzadeh eingesetzt und in dieser Sache auch an den iranischen Botschafter geschrieben. Jetzt haben wir vernommen, dass Makwan Moloudzadeh gehenkt wurde. Wir sind zutiefst betroffen und verurteilen das völkerrechtswidrige Vorgehen des Iran, dem einmal mehr ein Mensch zum Opfer gefallen ist.
Meine Meinung dazu:
Der Iran sollte in jeder Beziehung boykottiert werden. Schande über alle Firmen bei uns, die mit diesem Unrechtsregime immer noch Geschäfte machen! Es ist schon traurig genug, dass wir mit solch einem Land immer noch diplomatische Beziehungen haben:
Der deutsche Botschafter im Iran, Herbert Honsowitz, bei der Übergabe des Akkreditierungsschreibens an den iranischen Präsidenten.



