Die Olympischen Spiele in Peking werfen ihre Schatten voraus. Offenbar mit Blick auf die Sportveranstaltung verändert die Volksrepublik die Vollstreckung der Todesstrafe. Künftig soll nicht mehr durch Kopfschuss, sondern durch Giftspritze hingerichtet werden. Es wird als humaner angesehen und soll letztendlich von allen Gerichten eingesetzt werden.
Ein Exekutionsbus (von der Firma Jinguan umgerüsteter Toyota-Bus)
Ein Blick ins Innere des Busses
Der Werbetext für das Exekutionsmobil Shenglu der Firma Jinguan:
Das auf dem umgerüsteten Fahrgestell der Reisebusserie 6792 Xiamen King Long (Goldener Drache) basierende Exekutionsmobil zeichnet sich durch verhältnismäßig großen Komfort aus. Der Wagen ist ausgestattet mit einer elektrisch betriebenen Exekutionsbahre, einer Tragbahre, einem automatischen Waschbecken, einem Überwachungssystem mit LCD-Display, einem Wechselstromnetz, einem Leichenkasten und einer elektronischen Sterilisierungsanlage. Auf Wunsch des Kunden können digitale Videokameras installiert werden, die den gesamten Hinrichtungsprozess aufzeichnen. Das Hinrichtungsmobil Shenglu (Heiliger Weg) können verschiedene Justizbehörden einsetzen.
Der neue Komfort erlaubt in klinischer Umgebung eine sterile Organentnahme, die bei den üblichen Erschießungen nicht gegeben war, zumal auch meist Organe dabei beschädigt wurden. Die Organentnahme geschieht angeblich nur mit ausdrücklicher
Erlaubnis des Delinquenten. Und sofort nach Urteilsverkündung steht ein Bus für ihn parat, damit er/sie sich auf den Heiligen Weg machen kann.
Auf 69 Verbrechen steht in China die Todesstrafe. Angefangen von Gewaltdelikten wie Mord über gewaltfreie Vergehen wie Steuerflucht bis hin zu Korruption. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht von 6000 Hinrichtungen pro Jahr. Chinesische Expertenkreise gehen mittlerweile sogar von 8000 aus.
Die letzte Zigarette vor der Hinrichtung









ein kleiner schritt wurde richtung menschlichkeit wurde gemacht:
http://blr-news.blogspot.com/2009/06/die-todesstrafe-in-china-wird-humaner.html
Kommentar von blr — 23. Juni 2009 @ 10:05