Homo-Ehe in Kalifornien
Voraussichtlich werden in Kalifornien binnen eines Monats die Hochzeitsglocken für Schwule und Lesben läuten: Das Verbot der Homo-Ehe ist nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes verfassungswidrig.
Der Oberste Gerichtshof von Kalifornien hat das gesetzlich verankerte Verbot der Homo-Ehe für verfassungswidrig erklärt. Damit wird Kalifornien voraussichtlich nach Massachusetts der zweite US-Bundesstaat werden, der die Ehe für Schwule und Lesben öffnet. Das Urteil soll in 30 Tagen in Kraft treten.
Die Richter entschieden mit vier gegen drei Stimmen, dass Eingetragene Partnerschaften, wie es sie in Kalifornien bereits seit 2000 gibt, nicht ausreichten. Ron George, Präsident der Gerichtshofes, begründete die Mehrheitsmeinung: “Die Beibehaltung der traditionellen Definition der Ehe ist unserer Meinung nach nicht zwingend im Interesse des Staates”, so George. “Darum folgern wir, dass die augenblicklichen Gesetze, die die Ehe auf verschiedengeschlechtliche Paare beschränken, verfassungswidrig sind.”
Das kalifornische Parlament hat bereits 2005 und 2007 die Öffnung der Ehe beschlossen. Beide Male verhinderte Gouverneur Schwarzenegger jedoch die Umsetzung mit seinem Veto. Er begründete seine Entscheidung damals damit, dass er sich an das jetzt für verfassungswidrig erklärte Gesetz aus dem Jahre 2000 gebunden fühle, weil es aus einer Volksabstimmung hervorgegangen war
Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat bereits angekündigt, die Entscheidung des Gerichtes zu akzeptieren. Er sprach sich auch gegen eine Verfassungsänderung aus, die die Ehe-Öffnung noch verhindern könnte.
Schwarzenegger wird mir fast wieder sympatisch. Jetzt müsste er nur noch gegen die Todesstrafe sein.


