Wie das Internetportal blu.fm heute meldete, hat die Lufthansa-Personalvertretung bestätigt, dass ein schwuler Flugbegleiter fristlos entlassen wurde, weil er einen 17-jährigen Lebensgefährten hat und deshalb vorübergehend in Japan im Gefängnis saß. Die Lufthansa richtete sich bisher normalerweise, so die Personalvertretung, in vergleichbaren Fällen immer nach deutschem Recht, wonach das Schutzalter für homosexuelle Beziehungen bei 16 Jahren liegt.
Der schwule Flugbegleiter hatte einen deutschen Arbeitsvertrag. Trotzdem verweigerte die Lufthansa jeglichen Rechtsbeistand, während ihr Mitarbeiter in Japan im Gefängnis saß.
Der Fall wird jetzt die Gerichte beschäftigen. Für den 4. Dezember ist eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht angesetzt. Schwule Reiseunternehmer haben bereits reagiert. „Wir werden unseren Kunden Lufthansa-Flüge bis auf weiteres nur anbieten, wenn es dazu absolut keine Alternativen gibt“, erklärt neben anderen Thomas Kolb von maenner-unterwegs.de.


