Nobby’s News

22. Mai 2009

Robert Müller gestorben

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Es ist die traurigste Nachricht des Sportjahres 2009: Eishockey-Torwart Robert Müller ist am Donnerstag an den Folgen seiner schweren Krankheit in seiner Geburts- und Heimatstadt Rosenheim gestorben. Das teilten die Kölner Haie am Freitag mit. Der 127-fache Nationalspieler hinterlässt seine Frau Jenny und die gemeinsamen Kinder Lena (4) und Louis(2).

Er wurde nur 28 Jahre alt. 2006 stellten Ärzte bei ihm einen Gehirntumor fest, operierten Müller im Laufe der letzten beiden Jahre zunächst erfolgreich. Zwischenzeitlich sogar das bewegende DEL-Comeback von Müller, als er gegen Duisburg und Nürnberg zwischen den Pfosten stand.

Müller damals kämpferisch: „Die Liebe zum Sport bringt mich immer wieder zurück. Das Eishockey-Leben bedeutet mir einfach alles.“ Müller kämpfte mutig gegen den Krebs, sagte im August 2008 nach seiner zweiten Operation: „Ich hatte nie Todesangst. Beim ersten Mal nicht, und jetzt erst recht nicht.“

Doch die Ärzte hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch wenig Hoffnung. Der Heidelberger Krebs-Experte Wolfgang Wick im November 2008: „Robert Müller ist über die mittlere Lebenserwartung bei dieser Art von Tumoren bereits hinweg.“

Jetzt hat Robert Müller den Kampf gegen den Krebs verloren. Die Sport-Fans in Deutschland werden ihn in guter Erinnerung behalten: Müller spielte 127mal für Deutschland, nahm an zwei Olympischen Spielen und acht Weltmeisterschaften teil. In der DEL spielte er für Rosenheim, Mannheim, Krefeld, Duisburg und Köln. Mit Mannheim wurde er 2001 Deutscher Meister, mit Krefeld holte er 2003 den Titel.

Zu Ehren Robert Müllers werden die Kölner Haie seine Trikotnummer 80 nie mehr vergeben.

Als Robert Müller noch bei den Starbulls Rosenheim in der DEL spielte und ich selbst noch als gebürtiger Kolbermoorer in der Nähe von Rosenheim wohnte, war ich oft als Zuschauer im Rosenheimer Eishockeystadion und konnte ihn spielen sehen. Ein ganz großer Sportler ist viel zu früh von uns gegangen.

15. Mai 2009

„Rechtsanwältin“ Katja Günther

Gespeichert unter: Allgemeines, Pics — Nobby @ 16:35

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Bestimmte Online-Firmen haben es auf die Abzocke ahnungsloser Kunden abgesehen. Und Rechtsanwälte machen sich zu Erfüllungsgehilfen der Abzocker, verschicken Mahnbescheide und versuchen, das Geld gerichtlich einzutreiben.

Die Münchner Anwältin Katja Günther, ganz dick in diesem Geschäft, hat jetzt vor dem Landgericht einstecken müssen: Die Stadtsparkasse darf ihr Konto auflösen! Zu den schamlosen Abzockern im Web gehört die Firma Online Content Ltd. Ob Routenplaner, die Suche nach Billig-Angeboten oder Hausaufgabenhilfen – wer bei dieser Firma Rat und Hilfe sucht und seine Daten auf ein Formular tippt, muss zahlen!

Der Kosten-Hinweis ist freilich gut versteckt. 59,95 Euro sind zum Beispiel fällig, wenn man ein Gedicht von Goethe bestellt. Gegen die beiden Geschäftsführer der in Oberursel (Taunus) ansässigen Firma hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage wegen Betrugs erhoben. „Diese wurde jedoch von der zuständigen Kammer nicht zugelassen“, sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu. Dagegen laufe eine Beschwerde, eine weitere Anklage sei in Vorbereitung.

Die Münchner Anwältin Katja Günther treibt das Geld für Online Content Ltd. ein. Eingeschüchtert von ihren drohend klingenden Briefen zahlen viele der Geprellten. Dabei raten Verbraucherschützer, nichts zu zahlen.

Laut SAT1 wanderten bislang Tag für Tag rund 20.000 Euro auf das Konto der Juristin. Damit ist nun Schluss: Nach Hinweisen von Geprellten hat die Stadtsparkasse das Konto gekündigt. Zunächst konnte die Anwältin eine Einstweilige Verfügung dagegen erwirken, doch jetzt scheiterte sie vor Gericht.  „Das Konto ist geschlossen“, so Sparkassen-Vertreter Dr. Joachim Fröhler. „Eingehende Überweisungen werden automatisch zurückgebucht.“ Sparkassen-Chef Harald Strötgen äußerte sich erleichtert, „endlich diese belastende Kontobeziehung auflösen zu dürfen.“

Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen Anwältin Katja Günther wegen Nötigung und Betrugs. Oberstaatsanwalt Anton Winkler: „Es liegen über 1000 Strafanzeigen gegen sie vor.“

Auch ich war vor langer Zeit mal „so blöd“, auf Online Content Ltd. hereinzufallen. Auch ich bekam dann eine Rechnung über 59,95 Euro, die ich zu Recht nicht beglich. Auch ich bekam dann „böse“ Post von Katja Günther, die mich kalt ließ. In gewissen Abständen versucht es diese „Rechtsanwältin“ dann immer wieder, bei mir schon insgesamt drei Mal. Viele lassen sich leider einschüchtern und zahlen, so dass diese Frau davon, dass sie das Geld für Online Content und ähnliche Abzocker eintreibt, gut leben kann. Dabei hat sie es noch nie auf eine Vollstreckung ankommen lassen, wie Verbraucherschützer bestätigen, weil sie nämlich weiß, dass sie damit nicht durchkommen und auf ihren Kosten sitzenbleiben würde.

Andererseits ist es verwunderlich, wie lange die Staatsanwaltschaft schon gegen sie ermittelt und es bis heute nicht geschafft hat, Anklage zu erheben, so dass diese „Dame“ immer noch ihr skrupelloses Unwesen treiben kann.

Neueste Adresse und Telefonnummer von Katja Günther soll jetzt übrigens sein:

REGUS Elisabethstr. 91, 80797 München

Tel. 0170/7756176

13. Mai 2009

Aloysius Paulus Maria van Gaal

Gespeichert unter: Allgemeines, Pics — Nobby @ 20:06

Louis-van-gaal

Aloysius Paulus Maria van Gaal: Das ist der vollständige Name von Louis van Gaal, der ab dem 1. Juli neuer Trainer des FC Bayern München wird.

Nachdem das nun endlich und endgültig feststeht, kann man die Bayern zu dieser Wahl und diesem Erfolg nur gratulieren. Einen erfolgreicheren Trainer gibt es zur Zeit wohl nicht, auch wenn seine ganz großen Erfolge schon einige Zeit zurück liegen.

Erfolge mit Ajax Amsterdam:
Niederländischer Meister: 1994, 1995, 1996
Niederländischer Pokal: 1993
Niederländischer Supercup: 1993, 1994, 1995
UEFA-Cup: 1992
Champions League: 1995
UEFA Supercup: 1995
Weltpokal: 1995

Mit dem FC Barcelona:
Spanischer Meister: 1998, 1999
Spanischer Pokal: 1998
UEFA-Supercup: 1997/98

Mit AZ Alkmaar:
Niederländischer Meister: 2009

10. Mai 2009

Eiskalte Homophobie in Berlin

Gespeichert unter: Allgemeines, Videos, YouTube — Nobby @ 17:50

Aktion gegen Homophobie: Schwule und Lesben protestierten am Samstag mit einem „Kiss-In“ gegen den Besitzer der Schöneberger Eisdiele „Dolce Eis Freddo„. Er soll homosexuelle Kunden beleidigt haben. Die Aktion der Demonstranten war alles andere als ein lustiges Happening.

Samstag, 14 Uhr: Der Platz vor der Eisdiele in der Maaßenstraße am Nollendorfplatz in Schöneberg war voller Menschen. Etwa 1000 Schwule, Lesben, aber auch Heteros waren gekommen, um an einer „Kiss-In“ genannten Aktion teilzunehmen, die zuvor hauptsächlich im Schneeballsystem per E-Mail und in Internetforen propagiert worden war. Anlass der Massenverabredung: Kunden hatten sich über angeblich homosexuellenfeindliche Bemerkungen des Eisdielenbesitzers beschwert. So soll er unter anderem ein Frauenpaar, das sich vor seinem Laden geküsst hatte, beschimpft und aus seinem Vorgarten geworfen haben. Dagegen wollten die sich demonstrativ vorm Eisladen küssenden Schwulen und Lesben nun ein Zeichen setzen. Motto: „Knutschen bis der Wirt kommt“.

„Entschuldige dich!“, skandierten die Menschen vor dem Laden. Nur wenige kamen dem eigentlichen Aufruf nach und küssten sich. Beschützt von der Polizei erschien kurz nach 14 Uhr dann der Besitzer vor dem Laden, um mit den Versammelten zu reden. Er sprach von Missverständnissen. „Ich entschuldige mich bei allen“, sagte er. Viele der Demonstranten wollten das offenbar nicht so einfach gelten lassen. „Eisboykott!“, riefen sie dem Besitzer entgegen. Ein junger Schwuler erzählte derweil, er habe schon öfter bei dem Eismann gekauft. „Ich glaube, der ist generell ein Griesgram.“ Ein paar Meter weiter stand ein Mann mit einem Kind auf den Schultern. „Solche Leute gehören nicht in den Kiez“, sagte er. Entweder man mache mit in der Gemeinschaft oder gehe woanders hin. Und eine Frau fragte sich: „Der hat so einen schönen Laden und verkauft so gutes Eis. Warum macht der so was?“

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