
Bayerische „Intelligenzbestie“: Der jetzt 16-Jährige Michael Jachmann aus Garmisch-Partenkirchen ist in diesem Jahr Bayerns jüngster Abiturient und mit einem Notendurchschnitt von 1,2 auch noch einer der Besten. Als er sein Abi machte, war er noch 15. In Gedanken ist Superschüler Jachmann aber eigentlich schon gar nicht mehr im Klassenzimmer: „Ich will die 800 Meter schnell genug laufen, um bei den Deutschen Meisterschaften antreten zu dürfen“, sagt er.
In Rekordzeit ist der Mittelstreckenläufer des TV Garmisch durch die Schulzeit gesprintet. Jachmann hat die vierte, sechste und elfte Klassenstufe übersprungen.
Er hat sogar den schwierigen Wechsel von einem humanistischen in ein naturwissenschaftliches Gymnasium überstanden, nachdem seine Familie von Freising nach Garmisch-Partenkirchen umgezogen war.
Auf die Frage, ob er ein typischer Streber sei, antwortet Jachmann mit einem lauten Lachen. „Nein, nein, ich hatte echt genug Arbeit, die hat mir wirklich gereicht!“ Der sympathische Überflieger ist auf dem Teppich geblieben, und das hat er unter anderem auch seinem Leichtathletiktrainer Peter Gnilka zu verdanken. Der machte aus dem ehemaligen Skilangläufer einen Leichtathleten, und jetzt freut er sich besonders darüber, dass sein Schützling endlich mehr Zeit fürs Training hat. „Er hat großen Ehrgeiz“, sagt Gnilka, der seit mehr als einem halben Jahrhundert als Trainer arbeitet. „Der Bub ist ganz normal, der läuft nicht total vergeistigt durch die Gegend.“
Bereits zum Wintersemester will Jachmann an der Uni München Medizin studieren, sicherlich als jüngster Student.